Solaroffensive Teil 1 Balkon-PV-Anlagen

Werden Sie Teil der Energiewende durch Installation einer steckerfertigen PV-Anlage an Balkon, Fassade oder auf einem Garagendach !

Mit einem Stecker-Solargerät kann man eigenen Solarstrom erzeugen und damit aktiver Teil der Energiewende werden. Diese kleinen Photovoltaiksysteme werden oft auch Mini-Solaranlagen, Plug & Play-Solaranlage oder Balkonmodule genannt, weil sie sich beispielsweise an die Balkonbrüstung montieren lassen. Um eine "Anlage" im technischen Sinn handelt es sich dabei aber nicht, sondern eher um ein Strom erzeugendes Haushaltsgerät.

Eine solche Anlage besteht aus einem oder zwei Solarmodulen, einem Wechselrichter zur Umwandlung des Gleichstroms in Wechselstrom und einer Anschluss-Steckdose zum Einleiten des Wechselstroms ins Hausnetz. Dort kann der Strom direkt verbraucht werden und muss nicht vom Stromversorger bezogen werden. Diese Balkon-Photovoltaikanlagen eignen sich nicht nur für Eigenheimbesitzer, auch Mieter können das attraktive Angebot nutzen, um an der Energiewende mitzuwirken.

Beispiele für neue Installationen in Weinstadt: links Montage am Balkongeländer, rechts Montage an der Fassade.

Wer Freude daran hat, die Menge des erzeugten Stroms für verschiedene Zeitbereiche zu verfolgen, sollte sich eine WLAN-basierte Messeinrichtung zulegen, die üblicherweise in der Anschlussdose verbaut ist. So kann man direkt miterleben, wie durch Sonne Strom erzeugt wird. Wer zudem darauf achtet, auch tagsüber, wenn die Sonne scheint, größere Stromverbraucher zu nutzen, kann den erzeugten Strom auch weitgehend selbst verbrauchen.

Leistungsmerkmale

Ein Solarmodul hat typischerweise eine Leistung zwischen 200 Wp und 350 Wp, abhängig von Größe und Typ. Bei zwei installierten Modulen ist die Leistung doppelt so groß. Es dürfen nur Anlagen direkt an die Steckdose angeschlossen werden, die am Wechselrichter-Ausgang maximal 600 W abgeben.

Bei einer durchschnittlichen Sonnenscheindauer von 1000 Stunden im Jahr kann man bis zu 600 kWh pro Jahr Strom erzeugen. Strom, der nicht direkt von im Haus vorhanden Stromverbrauchern genutzt werden kann, fließt unvergütet ins Netz. Abhängig vom (in den nächsten Jahren wohl steigenden) Strompreis spart man zwischen 100 € und 150 € für den nicht vom Versorger bezogenen Strom.

Technische Grundlagen
(siehe auch Ratgeber von Netze-BW:
https://www.netze-bw.de/einspeiser/pluginPV)

Steckerfertige Erzeugungsanlagen dürfen auf keinen Fall an Haushalts- bzw. SCHUKO-Steckdosen betrieben werden. Es muss eine spezielle Energiesteckdose (z. B. nach der Vornorm DIN VDE V 0628-1 (VDE V 0628-1)) von einem Elektroinstallateur eingebaut werden.

Die Balkon-PV-Anlage muss bei der Netze BW GmbH angemeldet werden. Die Anmeldung und Inbetriebsetzung kann man selbst vornehmen, sofern die installierte Wechselrichter-Nennleistung hinter dem Übergabezähler maximal 600 W beträgt.

Da der nicht im eigenen Haushalt verbrauchte Strom unvergütet ins Netz läuft, ist ein Stromzähler erforderlich, der beim Zufluss nicht rückwärts läuft. Bei älteren Zählern kann dies der Fall sein, so dass ggf. ein Austausch des Zählers vorgeschrieben ist (Kosten ca. 120 €).

Die Anlage muss außerdem in das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eingetragen werden:
https://www.marktstammdatenregister.de/MaStR

Das Klimabündnis Weinstadt hat Kontakt zu Lieferanten, berät bei der Beschaffung und kann auch Hilfe bei der Montage und Installation vermitteln. Bei Interesse melden Sie sich bei uns über unsere email-Adresse kontakt@klimabuendnis-weinstadt.de



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